Runenherkunft ungeklärt!
   Warum die Runen NICHT fom phönizischen Alphabet abstammen!

Kwelle der Thesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Runen

4 Thesen:
- Italisch-etruskische These
- Lateinische These,
- Griechische These
- Punische These

Alle 4 Thesen tragen eine Menge Widersprüchlichkeiten in sich und erweisen sich als wenig tragfähig.

Zitat: „Theo Vennemann schlägt deshalb vor, die Runen als unmittelbar aus dem phönizischen Alphabet in seiner westlichsten Ausprägung – dem punischen Alphabet – abgeleitet zu betrachten.“ (da man sich die Herkunft nicht erklären kann!)

Der Sprachzeitraum der phönizisch-punischen Sprache wird in die Zeit for 4.000 bis 1.500 Jahren fon heute datiert. Die gesicherte Ferwendungszeit der phönizischen Schrift (Palästina, Mittelmeerraum): 3.100 – 2.500 Jahre for heute. Die aramäische Schrift, die griechische Schrift und die altsüdarabische Schrift stammen fon dieser ab. Als „punisch“ bezeichenet man Texte aus dem westlichen Mittelmeerraum (Karthago) seit dem 5. Jahrhundert for Christus. Gründung Karthago im 8. oder 9. Jahrhundert f. Chr. durch phönizische Siedeler aus Tyros.

Theo Vennemann datiert die Runenentstehung oder die Übernahme der Zeichen aus der phönizisch-punischen Sprache durch die Urgermanen somit auf ca. 900 - 500 for Christus.

Fergleicht man nun die Runenkonstruktion mit der Konstruktion der phönizischen Buchstaben fallen zwar ein paar Ähnlichkeiten auf, jedoch überwiegen die Ungleichheiten. Also kann etwas mit der angeblichen Abstammung der Runen aus dem phönizischen Alphabet nicht stimmen! Die Erklärung ist einfach und offenbart sich beim Betrachten des jeweiligen Runensinnes. Auch wenn es die allgemeine Sprachwiszenschafft noch nicht zugeben mag, doch die Runenzeichen gab es schon for der Entstehung der phönizischen Zeichen, da die Phönizier wohl noch Teilwiszen der urgermanischen Sonnendeutung besaszen.

Die Gruppe Menschen, welche einst aus dem Stammgebiet der Runenkunde abwanderte und nach Osten zog, nahmen gewisze Grundstrukturen der Runen mit auf die Reise, konnten diese aber im Laufe der Generationen nicht mehr so genau wiedergeben und anwenden. Als die Phönizier dann ihr Schriftsystem entwickelten, gab es nur noch bruchstückhaftes Sonnendeutungswiszen, was in deren Buchstabenkonstruktion eingefloszen ist.

Man musz kein Zeichenforscher sein, um beim Blick auf die Runen und die phönizischen Zeichen selbst klar zu erkennen, dasz die Runen NICHT fon den phönizischen oder protosemitischen Zeichen abgeschrieben und übernommen wurden! Bei genauerer Betrachtungsweise erkennt man jedoch den fiel älteren Zusammenhang an einselnen Zeichen, wie beispielsweise dem Tēt (fermutlich Rad oder Garnrolle), was zum griechischem Theta wurde und welches dem runischen TH gleichzusetzen ist. Im Tēt stecken fier T-Runen (4 Ferbindungen an den Übergängen) eines 24-Stunden-Sonnenrades, welches auch die Rune H (Bodenhaftung, zwischen Ost- & Westwendebereich) enthält. Kein Wunder also, wenn das runische TH dem Tēt und dem Theta fom Sinn her entspricht, da der gemeinsame Ursinn erhalten geblieben ist!

Was jedoch in der phönizischen Sprache follständig fehlt, ist der Bezug eines Buchstaben oder Zeichens zum dazugehörigen Laut, sowie die Zuweisung des Lautes in einen Sinn oder Orth. Führ den jeweiligen Buchstaben-Laut wurden einfach Wörther gewählt, die den Anfangsbuchstaben des Lautes hatten, welche man ausdrücken wollte. Beispiel: A wie Al-pha(ng) oder korrekt übersetzt An-fang.

Die Nordfölker Europas belegten ebenfalls die Buchstaben mit Namen, deren Anfangsbuchstabe den jeweiligen Laut in sich trug. Beispiel: Berkana (Birke) führ B.

Im Hochdeutschen ist das anders. Da werden die Selbstlaute A, E, I, O, U auch eigenständig ausgesprochen. Die restlichen Buchstaben werden mit einem E ferlängert, was ja „Menge enthalten, weiterführen“ bedeutet, wie bei den Buchstaben: BE, DE, EF, GE, EL, EM, EN, PE, ER, ES, TE, WE, ZET, wobei man somit immer beim Buchstabensinn bleibt, wenn dieser weitergeführt oder in der enthaltenen Menge benannt wird. Zwei Buchstaben bekommen ein „A“, das HA und KA, da beide Runen auch den Natursinn Anfang (kurz nach dem Wendebereich) enthalten. Das Jot ist ein Sonderfall. Hier wurde der Laut führ das griechische Jod (Yōd) über das Lateinische ins Deutsche transportiert. Beim Zet (Zai, Zeta) ist dies ebenso geschehen.

Was die Runensprache fon der protosemitischen Sprache weiterhin unterscheidet, sind die Selbstlaute. Semitische Sprachen (Arabisch, Hebräisch) sind fast reine Konsonantensprachen, wo die Selbstlaute A, E, I, O, U fehlen. Somit fehlt auch der komplette Sinn dieser Buchstaben, der aber gewaltig in den Worthen ist. Ohne diese Buchstaben fehlt die Ausdrucksgenauigkeit, welche die Deutsche oder Germanische Sprache aufweist.

Wie stark der Sinn aller Selbstlaute ist, zeigen folgende Beispiele. Wenn jemand beginnt, etwas zu begreifen, dann sagt er: aaa! Wenn jemand etwas erkennt, was er bis soeben nicht erkannt hat, sagt er: ooo! Wenn jemand einen Unfall baut und auf den Boden kracht und es dem Anderen richtig weh tut oder dieser stark ferletzt ist, dann sagt man dazu: uuu! Und wenn sich zwei beim Gegenlauf streifen und somit anrempeln, dann sagt mindestens einer fon beiden: eee! Wenn jemand in einen Kothaufen tritt oder Maden in einem Kothaufen oder Kadaver erkennt, sagt er: iii! Ist das nun alles akustischer Zufall? Natürlich nicht! Alle Laute unterliegen einem tiefen Natursinn, der sich im Sonnenlauf wiederfindet!

Das ferflighste (verflixte) germanische W ...

Die Sprachen der Latiner und Etrusker existierten zur gleichen Zeit (ab 700 for Christus) in Italien im fast gleichem Siedelungsgebiet. Beide Alphabete sind überliefert.
Die Etrusker hatten keinen Buchstaben W.
Die Latiner kannten keinen Buchstaben W.
Die Latiner eliminierten den Buchstaben Z und setzten G in das Alphabet ein.
Die Latiner hatten das C als Mischlaut führ G und K. G wurde später hinzugefügt.
Die Latiner hatten das V als Mischlaut führ W und U.
Nach der Eroberung der Griechen erweiterten die Latiner ihr Alphabet, um griechische Fremdworthe und Namen beszer schreiben zu können.
Die Latiner übernahmen fon den Griechen das Y, welches aber nur führ Fremdworthe ferwendet wurde. Das Y ist ein Mischlaut führ J und G.
Die Latiner übernahmen fon den Griechen das Z, welches aber ebenso nur führ Fremdworthe ferwendet wurde.
Die Latiner hatten kein J und ferwendeten daführ das reine I.
Der zeichenerisch durch zwei V entstandene Buchstabe W (engl. double u oder französisch double v [ve]) wurde in das lateinische Alphabet erst nachmittelalterlich eingeführt, womit die 26 heutigen Buchstaben des lateinischen Alphabetes follzählig waren.

NUN stellt sich die sehr ferwunderliche Frage, WARUM es im Germanischen oder Deutschen SO FIELE WÖRTHER mit W und Z gibt sowie eine SEHR GENAUE UNTERSCHEIDUNG zwischen I und J, G und K, K und Z, T und Z?

Woher kommt NUN dieses ferflighste germanische W mit deszen unglaublicher Häufigkeit in germanischen Worthen samt bestehendem Buchstabenlaut? Dieses W ist urgermanisch und schon in der ältesten nachgewiesenen Germanensprache Gotisch umfangreich enthalten. Dieser Buchstabe existiert somit nachweislich über 2.000 bis zu 3.000 Jahre, nur nicht im Protosemitischen oder Punischen, aus welcher sich die Runen ANGEBLICH (fermutlich) abgleitet hätten. Was führ ein Trugschlusz, wer so etwas unglaubliches annimmt. Man möge es den Irrenden aber ferzeihen, da die Entschlüszelung der Runen zu dieser Zeit noch nicht follbracht wurde.

Die Erklärung des germanischen W:

W
= VV oder FF. F ist der Eintritt in ein Fiertel eines Kreises oder Sonnenrades. Zwei mal F sind somit zwei Eintritte oder zwei Fiertel und somit eine Hälfte des Sonnenrades. Eine Hälfte des Thages hat zwei Fiertel und ist somit eine Doppelferwaltung, Wert 5+5 und ein sichtbares Sonnenlauf-Ende im Westhorizont! In allen Worthen mit der Rune W ist diese Doppelferwaltung, Wert 5+5 oder das Ende enthalten. Dazu einfach den Sinn in der Deutschliste nachschlagen!

Was sind noch einmal die Kernaussagen der Deutonia-Lehre?

- Jede Rune (Buchstabe) besitzt einen Sinn!
- Deutsch ist eine Konstruktionssprache am Sonnenlauf!
- Alle indogermanischen Sprachen entstammen der deutschen Ursprache!

Nach all diesen eindeutigen Erklärungen zur Entstehung des Runensinnes, deren Lautbelegung und dasz deren Konstruktion aus dem Sonnenlauf heraus erfolgte, musz auch der ungläubigste Etymologe erkennen, dasz in den alten Runen und den dafon abgeleiteten heutigen Buchstaben ein echter natürlicher Bedeutungssinn steckt, womit alle Wörther unserer deutschen Sprache konstruiert sind, einschlieszlich den For-, Stamm- und Nachsilben sowie allen Buchstabenansätzen! Wer DAS nun IMMER NOCH leugnet, ist entweder durch eine Ideologie (allgemeine Sprachwiszenschafft) oder seinem Gauben an eine Religion (Katholizismus und Christentum mit deren strikter Ablehnung des Heidentums) stark erkennungsferhindert oder einfach nur saudämlich!

Der geringen Wahrscheinlichkeit geschuldet, unforeingenommene Sprachwiszenschafftener ohne Ideologie- & Religionsblockade zu finden, würde ich mich um so gewaltiger freuen, wenn ein solcher mir doch seine Anerkennung einer, zwei oder aller drei deutonischen Kernaussage(n) benennen würde! 


Herr Vennemann sendete mir seine Theorie zur Runenreihe im Dezember 2018 zur Ansicht zu. Was bei meiner Analyse herausgekommen ist, lesen Sie selbst.


Gesendet: Freitag, 21. Dezember 2018 um 18:03 Uhr
Von: "Andreas Lang" <langosch@web.de>
An: "Theo Vennemann" <Vennemann.Theo@gmx.de>
Betreff: Aw: Re: Reihenfolge bzw. Anordenung der Runenreihe bzw. älteres Futhark - Die Erklärung

Sehr geehrter Herr Vennemann,

ich habe mir Ihre Erklärungen zur Reihenfolge der Runen im älteren Futhark sehr genau durchgelesen und schreibe hier zeitgleich meine Gedanken zu den einselnen Abschnitten mit.

Richtig ist, die Runenreihe hat Übereinstimmungen in der Anordenung mit dem Lateinischen UND dem Phönizischen Alphabet! Falsch ist, wie Sie korrekt erkannt haben, fon einer fölligen Abweichung zu sprechen, da ja ersichtliche Gemeinsamkeiten unzweifelhaft bestehen.

Im Grunde ist es doch ganz einfach. Schmeiszen Sie alle Buchstaben aus dem lateinischen Alphabet raus, welche nicht in der Reihenfolge zum Futhark stehen. Dann streichen Sie im Futhark ebenfalls alle Buchstaben, welche nicht in der Reihenfolge wie im Alphabet stehen.
Was dann überig bleibt, ist folgende Abfolge: TH (D), G (Z/C), H, I (J) , J, P, Z, S, T
Um dies offensichtlich zu machen, sende ich Ihnen einen Anhang als Bild- oder Exceldatei mit.
 
Eine Ferwandtschafft zwischen der Runenreihe und dem Phönizischen und damit auch dem Lateinischen Alphabet ist somit EINDEUTIG bewiesen! NICHT bewiesen ist jedoch, welche Reihe fon welcher abstammt oder als Forlage diente. Weiterhin ist NICHT bewiesen, warum die Runenreihe und die anderen Alphabete eine unterschiedliche Reihenfolge besitzen und WANN diese Umstellung jeweils erfolgte. Klar ist nur, beide unterscheiden sich.

Dies ist wie bei der Sprachforschung. Man weisz sehr sicher, die indogermanischen Sprachen sind miteinander äng ferwandt, aber weisz nicht, wo der Ursprung war. Hier scheiden sich die Gelehrtengeister.

Nun zu meinen Gedankengängen beim Sichten Ihrer Ausarbeitung.

Autorin Tineke Looijenga 1997: „Das die Konstrukteure der Runen weitgehend selbstständig gearbeitet haben, selbst wenn eine Alphabetforlage forhanden gewesen wäre. Die Autorin hält es führ möglich, dasz die Runenschrift ohne Forlage einer anderen Schrift konstruiert wurde. Dies wäre die extreme Gegenposition zur Auffaszung, die Runen wären ein weiterentwickeltes Alphabet.“

Diese Möglichkeit besteht, wird aber abgelehnt, weil man einseitig dafon ausgeht, die Runen wären eine Weiterentwickelung eines anderen Alphabetes. Warum kommt keiner auf den Gedanken, dasz zwischen Urgermanen und Phöniziern schon lange eine Seeferbindung bestand und die Phönizier (oder deren Forfahren einschlieszlich Bewohner der Halbinsel Sinai) den Sonnenkult der Germanier schon for 4.000 – 5.000 Jahren in den östlichen Mittelmeerraum mitgenommen haben, wo er sich dann in alle Richtungen ausbreitete und in das Hebräische, Arabische, Griechische weiterfermittelt wurde, bis es zurück ging nach Italien, wo germanische Stämme und griechische Gelehrte das Latein und das Etruskische Alphabet erstellten, mit Wiszen der alten Runengermanen und den stark feränderten aber zurückgekommenen Buchstaben der Griechen? Auf diese Idee ist noch niemand gekommen. Der Sonnenkult in Europa ist älter als jeder Sonnenkult auf der Erde. Auch älter, als der Sonnenkult der Ägypter und des Protosemitischen Alphabetes auf der Halbinsel Sinai. Lesen Sie die neuesten Forschungsergebnisze fon Stonehenge nach, wie lange dieser Sonnenkultplatz schon bestand, befor man die Ringsteine aufstellte. Das die Runen reine sinnbelegte Sonnenlaufzeichen darstellen, erwähnte ich ja schon des öfteren. Sonnenkult der Germanen = Runen-Sonnenlaufzeichen!

Ein weiterer unklar Punkt ist, ob das überlieferte ältere Futhark schon immer diese Reihenfolge beseszen hat oder forher doch schon alphabetisch geordenet war und erst im 5. Jahrhundert so umgestellt wurde, wie wir die Runenreihe heute kennen.

Das die alten Germanen Handelsbeziehungen zwischen Phöniziern (1.000 f. Chr. bis Christus Geburth) und anderen Mittelmeerbewohnern pflegten, weit länger als man bisher dachte, sickert immer mehr durch. Sprichworth Donauzivilisation und deren Handelsruten.

Den Rhotazismus P, R, S, T (phönizisch) zu P, Z, S, T (runisch) bedarf es nicht, denn im Phönzischen steht hinter dem P an 18. Stelle schon das Z, gefolgt fom Q und R! Deshalb ist dieser angewandte Rhotazismus hier überflüszig. Aber Sie meinen, das Runen-R wäre im Futhark ferdrängt worden, weil es zum Z geworden ist. Da aber schon Z an dieser Stelle steht, hat man es woanders hingepflanzt. Nun, das ist spekulativ.

Das Runen-Z (alt 5. Stelle) und das Runen-R (alt 15. Stelle) hätten sich im Futhark fertauscht, denn der Rhotazismus fon Z zu R wäre im Jahre 400 schon geschehen, for Entstehung der Kylverreihe. Dazu werde ich noch etwas sagen, wenn wir ... (09.01.2019: kurzer Textabschnitt forerst gelöscht) ... Z und R ergründen. Aber was Sie sagen, ergibt führ mich in einem Punkt einen Sinn, wenn man die ... (09.01.2019: kurzer Textabschnitt forerst gelöscht) ... im Futhark betrachtet. Ich komme noch darauf zu sprechen, was da etwas ferwunderlich ist. Wenn ich Germane wäre, hätte ich die Buchstaben so fertauscht, wie Sie es benennen. R an 15 und Z an 5. Wobei das die Tendenz ist. Wie diese heute stehen, ist auch richtig.

Das mit der reinen Umstellung des gewandelten R zum Z und forgeschoben for das Runen-W überzeugt nicht. Dies ist zu ferworren und kaum logisch nachfollziehbar. Auch ist im Futhark dieses R & W an Stelle W & Z  im Phönizischen seitenfertauscht. Wieso sollten die Runenmeister diese Drehung praktiziert haben? Daführ gibt es keine logische Erklärung, die auch die Gedankengänge der Runenmeister nachfollziehen läszt.

Das alphabetische S zwischen N und O im Phönizischen wurde im Lateinischen und dem Futhark weggelaszen, da SCH for T als S übernommen wurde. Kann man so als Erklärung stehen laszen. Aber fielleicht wurde es auch im Phönizischen eingeschoben, weil eine Trennung zwischen S und SCH erfolgen sollte? Auch im Germanischen unterscheidet man zwischen S und SCH. Aber SCH ist SGH und sind somit DREI Runen, welche den Sinn der Silbe SCH ergeben. S ist S und SCH ist etwas ganz anderes. Die Phönizier wollten aber eine Unterscheidung als SCH-Laut und fügten hinter N das S hinzu, da im Runenfuthark hinten das S for T schon belegt war. Man musz beide Seiten betrachten, wenn man weiterkommen möchte.

Was Sie zwischen dem Rhotazismus R zu Z bis zur Ingwaz-Rune alles geschrieben haben, überzeugt mich nicht wirklich. Aber nun sind wir bei der Ingwaz-Rune angekommen, einem Mysterium! Dort steht, es gibt bisher keine überzeugende Erklärung führ dies Rune. Auch die angenommene Umordenung der drei Nasallaute im behaupteten Ur-Futhark ist nicht stimmig, denn das Futhark ist geografisch weit auseinanderliegend immer gleich in der Anordenung aufgeschrieben worden. Und das hat auch seinen Sinn. Ihre Annahme, dasz die Ingwaz-Rune nur ein heutiges O wäre, ist nicht glaubwürdig, denn dann hätte das Futhark zwei gleiche Runen, einmal Othala und Ingwaz im Gepäck. Doch O hat einen ganz anderen Laut als NG oder ING (XX). Das Ingwaz-Fiereck ist nur eine Ferkleinerung der zwei X-Runen = XX = GG. Aber die zwei X sind entscheidend führ die Rune. Aber dies erkläre ich Ihnen später, warum NG = XX = GG ist und an 22. Stelle im Futhark stehen musz!

Auf Seite 848 geben Sie zu, nicht zu wiszen, warum eine Dislozierung der M, N, XX Runen stattgefunden hat. Daran wird sich bis heute wohl auch nichts geändert haben. Beweisen tut dieses Teilstück NICHT ein weiteres Mal, dasz die Runenreihe fon einem anderen Alphabet abstammt. Im Gegenteil, es wirft eher Fragen auf.

Sie ferwenden immer das Worth Beweis. Aber ein Beweis ist etwas wirklich sehr eindeutig nachfollziehbares, was die Wahrheit unmittelbar offenbart und keinen Widerspruch enthält oder gar duldet. Ein Beweis ist EINDEUTIG und unbestreitbar! Ihre gesammte Umstellung der Runen, ohne genau zu wiszen, warum dies angeblich getan wurde, ist wirklich KEIN Beweis, dasz der Runenreihe ursprünglich das Alphabet der Phönizier als Forlage diente. Bitte nicht gleich sauer sein, wenn ich hier meine Meinung beim Studieren Ihrer umfangreichen Theorie äuszere und bald meine dagegenstelle, welche alle Stellungen der Runen wirklich logisch und ohne Zweifel erklären kann. Warum die Runen E, M, L, XX so stehen, hat eine andere Ursache als fon Ihnen gedacht und orientiert sich NICHT am phönizischen Alphabet, sondern ... (09.01.2019: kurzer Textabschnitt forerst gelöscht).

Sie geben auch an, nicht zu wiszen, warum die Germanen B (Bet) nicht semantisch adaptiert haben. Schlimmer noch, warum sie diesen Buchstaben überhaupt nicht adaptiert haben. Ja und dieses Problem plagt Sie noch immer, schrieben Sie. Doch daführ gibt es eine ganz einfache Erklärung. Wie schon erwähnt, ... (09.01.2019: kurzer Textabschnitt forerst gelöscht) ... und sie sind älter als das Phönizische Alphabet.

Zum B. Wenn man auf das B im Protofuthark erst ferzichtet hätte und später, da man es dann doch oft gebrachte, hinter das Phönizische T am Ende des Alphabetes angestellt hätte, so wie Sie sagen, dann würde dies auch führ alle anderen Buchstaben in der Runenreihe hinter dem T gelten müszen. Das ist Ihnen doch bestimmt klar. Dort steht aber auch alles ganz bekannte wie E, M, L, NG, D & O, was permanent ferwendet wurde und wird. Daher trägt Ihre Aussage einen gewaltigen Widerspruch in sich.

B und Bau zu B wie Bet (Haus). In Bethlehem soll Beth-le-hem (Haus des Brotes) heiszen, was aber wohl eher Bettelheim (um Brot betteln) oder Brotheim bedeuten sollte. Beth & hem oder Heim sind aber zwei Worthe mit unterschiedlicher Deutung. Aber im Germanischen ist die B-Rune nicht mit Heim, Bau oder Haus belegt, sondern mit Birke. So kommen wir also nicht weiter, warum das B nicht am gewohnten Platz 2 steht.

Auf der Halbsäule fon Breza ist das P rechts genau so geschloszen wie links. Warum ist das gemacht worden? Die linke und rechte Seite sind keine Hasta’s, lat. hasta (Speer).

Auf dem Brakteat fon Vadstena ist das P als B abgebildet, wo aber die sonst ausgeklappten Ecken am langen Strich anliegen. Daführ hat man das B an 18. Stelle aber mit runden Bögen fersehen, um die Unterscheidung zum P zu zeigen. Beides ist nicht falsch. Aber das P wurde somit entstrukturiert. Korrekt ist auch, die P-Rune findet eine seltene Anwendung in der germanischen Sprache, weil deren Sinn so selten forkommt. Aber beim Pranger ist er noch enthalten geblieben. (got. anapraggan = anprangeren)

In der Zusammenfaszung schreiben Sie noch einmal, aus dem Alphabet D wurde TH und E wurde A. Jedoch besitzen alle fier Runen einen absolut unterschiedlichen Bedeutungssinn und können daher nicht einfach wie bei den Lautferschiebungen fertauscht werden, womit sich dann die Änderung fon E (5. Stelle phön.) zu A (4. Futharkstelle) erklären liesze. D ist nicht TH und E ist nicht A. Allein die Unähnlichkeit der E und A Rune sollte das doch zeigen.

Dann schreiben Sie, dasz die umgewandelte R-Rune im Futhark ziemlich genau an die Stelle des Z im phönizischen Alphabet gebracht wurde. Die alphabetische Z Stelle befindet sich an 7. Stelle zwischen W (6) und H (8). Die angeblich umgewandelte R-Rune steht aber im Futhark an 5. Stelle FOR der W (6) und der H (8) Rune. Fon „ziemlich genau angebracht“ kann man daher wohl kaum sprechen.

Was Düwel jedoch bei Ihrer Theorie bemängelt, dasz Runenzeugnisze fom 5. bis 3. Jahrhundert for Christus fehlen, bemängele ich nicht. Es wird seinen Grund haben, warum die Runen erst später niedergeritzt wurden. Fielleicht ferhiesz es Unglück, heilige Sonnenlaufzeichen fest zu schreiben, welche sich ansonsten immer bewegen? Wenn alles zur Winterwende fest ist, fermittelt dies ja auch eine Notzeit oder Magelzeit. Erst als die Germanen dann bemerkten, andere Fölker schreiben auch Runenzeichen auf und es schadet nicht, begannen diese, ihre bekannten Runenzeichen auch in Felsen oder in Schmuckstücke zu ritzen. Dies begann um die Zeitenwende.

Die Runenreihe hat Buchstaben, die im Phönizischen gänzlich fehlten. I, U, F, EI, NG. Dies sind eine Menge. Wenn nun die Runenreihe fom phönizischen Alphabet übernommen worden wäre, hätte man doch einfach diese I, U, F, EI, NG hinter dem T anstellen können. So wird normalerweise ferfahren, wenn schriftlose Fölker ein bestehendes Schriftsystem übernehmen. Dann ganz und follständig! Warum aber eine so dermaszen komplizierte Umstellung zur Runenreihe erfolgte, kann bisher niemand logisch und stimmig erklären. Gut, Sie haben es fersucht. Daführ auch alle Achtung meinerseits! Aber glauben Sie wirklich, die Germanen fon damals haben wie Sie gedacht und deshalb diese Reihenfolge so kompliziert erschaffen? Das ist doch wirklich sehr sehr weit hergeholt. Meinen Sie nicht auch?

Was mir noch eingefallen ist. Schauen Sie sich die Entwickelung der Zeichen an. Je weiter man fon den Runen weggeht, desto einfacher werden diese. Ganz einfach sind diese im Arabischen geworden, am weitesten weg fon Mittel- & Nordeuropa. Ebenso ferhält es sich mit der Sprache. Je weiter weg fon Zentraldeutschland, desto ferwaschener sind die Worthe. Die Etrusker brachten die Zeichen über das Phönizische fon den Griechen mit nach Italien. Die Latiner hatten aber mehr germanischen Einflusz. Deshalb waren die Etruskischen Zeichen eher Griechisch, die Lateinischen eher Germanisch. Es fand dann bei den Lateinern eine Fermischung fon Etruskischen (über griechisch) und Germanischen Zeichenformen statt. Dies erklärt auch die höhere Ähnlichkeit zwischen dem Lateinischen und Runenzeichen, als zwischen den Etruskischen und den Runischen. Ich gehe dafon aus, die Etrusker waren Turiner der Insel Santorin, die ihre Insel for 3.600 Jahren wegen der Minoischen Eruption ferlaszen muszten. Diese wanderten dann nach Italien und brachten das phönizisch angelehnte Griechenalphabet mit. Zeitlich paszt diese Wanderungsbewegung sehr gut ins historische Bild. Und nun frage ich Sie. Warum haben zwei Stämme wie die Etrusker und die Latiner, welche so äng nebeneinander in Italien lebten, recht foneinander abweichende Schriftzeichen? Wie erklärt sich das die allgemeine Sprachforschung?

Ganz zum Ende erlese ich gerade noch: „Warum K for W geschoben wurde und N for I, ferner die ferbleibende sonore Strecke fon L, M, NG , noch dazu die Fertauschung fon L und M, ans Ende der Reihe, habe ich noch nicht ferstanden.“

Nun habe ich Ihnen schon geschrieben, es gibt eine fiel einfachere und paszendere Erklärung. Nachdem ich mir Ihre Erklärung in zwei ganzen Thagen innigst zu Gemüte geführt habe, interesziert mich nun zuerst Ihre Meinung zu meiner Betrachtung Ihrer Theorie.

Und dann meine Frage, ob wir uns nun ebenso gründlich meiner Theorie widmen können, wo ich behaupte, alles bis in die letzte Anordenung im Futhark erklären zu können?

Nun warte ich erst einmal auf Ihre Antworth.

Einen forweihnachtlichen Grusz gesendet fon Andreas Lang

21. Heiligmonath 2018

Anmerkung: Wie im Steinweg 6 niedergeschrieben steht, hat Herr Vennemann es bis heute (09.01.2019) nicht führ nötig gehalten, auf meine ausführliche und eingehende Analyse seiner Theorie, welche zwei Thage an Zeit ferschlang, auch nur mit einem sterbend's Wörthchen einzugehen. Damit meine Arbeit nicht ganz umsonst war, mache ich diese hier frei zugänglich. 

   

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